Mit diesem Entwurf gewann ich den Gestaltungswettbewerb der Gemeinde Art zur künstlerischen Neugestaltung einer zentralen, aber bislang grauen Unterführung. Das 500 m² grosse Wandbild thematisiert lokale Geschichte und Landschaft und verwandelt den Durchgang zum „Tor nach Goldau“ in eine ganzjährig sichtbare Erzählung der Region.
Die Unterführung in Art bildet als wichtiger Durchgang das Eingangstor zur Gemeinde Goldau. Nach Jahren der Vernachlässigung und grauer Betonwände erkannte die Gemeinde schliesslich die gestalterische und identitätsstiftende Bedeutung dieses Ortes und schrieb einen Wettbewerb aus.
Das eingereichte und ausgezeichnete Entwurfskonzept greift gezielt Themen mit lokaler Relevanz auf. Zentrales Motiv der ersten visualisierten Wand ist die historische Lokomotive Nr. 7: die erste Lok, die je auf die Rigi fuhr.
Dieses technische Denkmal von europäischer Strahlkraft zieht bis heute im Sommer Besucher aus aller Welt an. Die Darstellung zeigt die charakteristische, schräg nach vorne geneigte Bauweise, die für die optimale Befeuerung der Dampflok auf der steilen Strecke notwendig war.
Die Komposition bezieht die Umgebung bewusst ein: Die alte, aus Nagelfluhsteinen erbaute und nachgedunkelte Seitenmauer wird gestalterisch weitergeführt, sodass der Eindruck entsteht, die Gesteinsschicht komme direkt vom Rossberg.
Im Hintergrund erscheint die oft wetterverhangene Rigi, die „Königin der Berge“, als ganzjährig sichtbares Postkartenmotiv für Gäste und Einheimische.
Ein kritisch-humorvoller Akzent entsteht durch eine Weide mit einer Kuh, die die vorbeifahrende Dampflokomotive skeptisch mustert. Diese Perspektive stellt historische Technik der idyllischen Natur gegenüber und regt zur Reflexion über den Landschaftswandel an. Eine zweite Kuh richtet ihren Blick auf die Betrachter der Szene.